Drama in Hardenberg

Drama in Hardenberg! Wie spannend kann denn Golf sein?
Von Peter Ward
Die Golfmannschaft Herren AK65 vom Golfclub an der Göhrde schafft mit dem letzten Putt den Klassenerhalt!
Die erste Mannschaft der AK65 spielt in der 2. Liga im Golfverband Niedersachsen-Bremen. Am letzten Spieltag hatte sich die Mannschaft mit nur einem mehr gewonnenen Spiel an der punktgleichen Mannschaft aus dem Golf-Club Gifhorn vorbeigeschoben. Aber jetzt alles von vorne.
Die Ausgangslage war nicht gut. Aus eigener Kraft war der Klassenerhalt nicht zu schaffen. Nach drei Niederlagen und einen Sieg musste die Göhrde ihr letztes Spiel gegen St. Lorenz gewinnen und auf Schützenhilfe aus Gifhorn hoffen. Wenn Gifhorn gegen Peine gewinnt, würde die Göhrde an Peine vorbeiziehen und die Klasse für das nächste Jahr sichern.
Es ging bereits schlecht los. Am Tag vor dem Spiel wurde Mannschaftkapitän Joseph Rehner von Wespen dreimal am rechten Auge gestochen und fiel aus. So kurzfristig konnte kein Ersatz für die lange Reise nach Hardenberg, in der Nähe von Northeim, gefunden werden und so mussten die Männer aus der Göhrde mit einem Spieler weniger antreten. Da war der erste Punkt mal schon weg! Dann bekam Erwin Schumacher für die Runde kein Golfcart, das er wegen diverser Knieprobleme aus seiner Handballzeit benötigte. Hardenberg ist im Golfer-Jargon ein „Bergziegen-Platz“ mit vielen Höhenmeter – also musste Erwin laufen.
Bei 34°C gingen die Senioren auf die Runde. Gute Kondition war gefragt. Professional Werner Müller auf Position 1 und Frank Mathiess auf 3 hatten ihre Spieler gut im Griff und gewannen ihre Spiele. Die weiteren drei Partien wurden alle auf der letzten Bahn entschieden. Erwin Schumacher kämpfte sich durch und teilte sein Spiel. Joachim Kutowski und Peter Ward mussten beide die Bahn 18 gewinnen, um das Match für die Göhrde mit 4,5 zu 1,5 zu entscheiden. Peter Ward freute sich so sehr, als er aus 2 Meter zum Sieg einlochte, dass ihm das Cappy vom Kopf fiel!
Dann stellte sich heraus, dass Peine unerwarteterweise gegen Gifhorn gewonnen hatte. Die Freude verblasste und die Göhrder nahmen an, dass sie absteigen mussten. Ungefähr eine Stunde später gab die Spielleitung jedoch bekannt, dass Gifhorn gegen Peine verloren hatte und jetzt eine Spieldifferenz von -5 hatte, während die Göhrde ihre Spieldifferenz auf -4 verbesserte und jetzt in der Tabelle vor Gifhorn und nicht mehr auf einem Relegationsplatz stand. Da war die Freude natürlich groß und die dreistündige Fahrt zurück nach Lüchow-Dannenberg traten sie in bester Laune an.

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